Statue der Venus von Milo und Schwarz-Weiß-Foto von Joey Solomon.

Zu sehen ein Bild imQuerformat. Es ist eine Collage, die aus zwei Motiven zusammengesetzt ist. Ganz links befindet sich die Fotografie einer Statue der Venus von Milo. Blick und Körperhaltung sind zur Mitte hin ausgerichtet. Die weiße Figur steht im Kontrast zu dem pinkfarbenen vertikalen Streifen im Hintergrund. Rechts von dieser Figur ist eine Schwarz-Weiß-Fotografie, auf dem der Künstler Joey Solomon zu sehen ist. Er befindet sich in einem Schlafsaal und lehnt sich zurück in die Arme eines anderen weißen Mannes, Andy Coombs, der in einem Rollstuhl sitzt und seine Beine auf dem Bett vor ihm abstützt. Andy blickt über seine Schulter liebevoll auf ihn herab und Joey schaut uns direkt an, während die Venus ihn von der Seite beobachtet.

"Venus de Milo (Aphrodite from Melos),” ca. 150- 125 BC, Wikimedia Commons, CC-BY;
“Self Portrait with Robert Andy Coombs in My Dorm Room," detail, 2019, © Joey Solomon, Manhattan, New York

Queering the Crip,
Cripping the Queer

Eine Ausstellung zu Geschichte, Kultur und Aktivismus von Queerness & Behinderung

2.09.2022 — 30.01.2023

Eröffnung: 1.09.2022, 19 Uhr

„Queering the Crip, Cripping the Queer“ ist die erste internationale Ausstellung, die die vielfältigen historischen, kulturellen und politischen Intersektionen von Queerness und Behinderung erforscht. Die Disability Studies Forscherin Carrie Sandahl, die den Titel der Ausstellung erfunden hat, schreibt: „Sexuelle Minderheiten und Menschen mit Behinderungen teilen eine Geschichte der Ungerechtigkeit: Beide wurden von der Medizin pathologisiert, von der Religion verteufelt, bei der Wohnungssuche, auf dem Arbeitsmarkt und im Bildungswesen diskriminiert, in der Repräsentation stereotypisiert, von Hassgruppen zum Opfer gemacht und gesellschaftlich isoliert, oft in ihren Herkunftsfamilien.“

Die Geschichten von Behinderten und Queers verlaufen ähnlich, wenn auch nicht immer parallel. Queers und Behinderte finden sich manchmal mit der Fantasie des „idealen Körpers“ ab. Queere/behinderte Künstler*innen stellen sich meistens dagegen. Die Ausstellung wird maßgeblich von queeren/behinderten Menschen kuratiert; die ausgestellten zeitgenössischen Künstler*innen bezeichnen sich größtenteils selbst als behindert und queer. Sandahl betont: „Diejenigen, die beide Identitäten für sich beanspruchen, können ihre Verbindungen wohl am besten beleuchten und herausfinden, wo sich Queer und Crip überschneiden, voneinander abspalten und wieder zusammenlaufen.“

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von 24 internationalen zeitgenössischen Künstler*innen, die sich mit den historischen Themen und Objekten der Ausstellung auseinandersetzen. Weiter zu sehen ist eine Auswahl aus der Sammlung Prinzhorn mit Arbeiten von Künstler*innen, die psychiatrisiert waren. Vorgestellt werden auch die großen Ikonen der queeren/behinderten Kunst: Lorenza Böttner, Raimund Hoghe und Audre Lorde.

 

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Bitte tragen Sie eine medizinische Gesichtsmaske beim Besuch der Ausstellungen und bei der Teilnahme an Veranstaltungen. Bei Führungen ist das Tragen einer Maske verpflichtend.

Laufzeit der Ausstellung

2.09.2022—30.01.2023

Eröffnung

1.09.2022, 19 Uhr

Adresse

Schwules Museum
Lützowstraße 73
10785 Berlin

Öffnungszeiten

  • Montag: 12–18 Uhr
  • Dienstag: Ruhetag
  • Mittwoch: 12–18 Uhr
  • Donnerstag: 12–20 Uhr
  • Freitag: 12–18 Uhr
  • Samstag: 14–18 Uhr
  • Sonntag: 14–18 Uhr

Feiertage: am 1.1., 24.12, 25.12. und 31.12., sowie an Dienstagen geschlossen